Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann

Berufsfachschule für Pflege und Altenpflegehilfe Weißenburg

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"Der alte Mensch ist mir wichtig"

45 Schülerinnen und Schüler haben zum Schuljahresbeginn an der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe Weißenburg ihre Ausbildungen begonnen. 29 davon besuchen die dreijährige Ausbildung zur Altenpflegefachkraft. Darunter sind auch drei Schülerinnen, welche die Ausbildung in Teilzeit über vier Jahre hinweg durchlaufen werden. 16 Schülerinnen und Schüler haben sich für eine Ausbildung zum Pflegefachhelfer entschieden.

Das bedeutet volle Klassenzimmer mit vielen neuen Gesichtern und Persönlichkeiten für die Pflege, die in den nächsten Jahren nicht nur an der Berufsfachschule ihr Wissen und Können erweitern werden. In ganz unterschiedlichen Praxiseinrichtungen der Altenhilfe absolvieren die Schülerinnen und Schüler den praktischen Teil ihrer Ausbildung. Das Spektrum reicht dabei von Einrichtungen der stationären Altenpflege, über ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz und Diakoniestationen bis hin zur ambulanten Intensivpflege.

Genauso vielfältig wie die Praxiseinrichtungen sind die Zugangswege, die die Schülerinnen und Schüler in die Ausbildung geführt haben: Viele kommen direkt im Anschluss an ihre Schulzeit, andere mit beruflicher Erfahrung oder nach Familienzeiten.

Jaqueline Neumann beispielsweise arbeitet bereits seit 28 Jahren in verschiedenen Bezügen als ungelernte Kraft im Pflegebereich. Die 47-Jährige sieht die dreijährige Ausbildung jetzt als einen Weg, etwas für sich zu tun. Bisher hatte immer ihre Familie Priorität. Nun freut sie sich darauf, durch die Ausbildung ihr berufliches Handeln besser reflektieren und damit auf professionelle Beine stellen zu können.

Ähnlich geht es Jasmin Strobel, die in der Ausbildung zur Altenpflegehilfskraft gestartet ist. In ihrer bisherigen Tätigkeit als Hauswirtschafterin in einer Einrichtung der Altenpflege wurde ihr immer deutlicher, dass sie näher am Menschen arbeiten möchte. „Der alte Mensch ist mir wichtig und ich möchte unsere Bewohner in ihrem letzten Lebensabschnitt würdevoll begleiten“, so die 20-Jährige.

Auch Sebastian Städler hat schon beinahe 20 Jahre Erfahrung in der Pflege. Unter anderem bei der Rummelsberger Diakonie. Als bisher ungelernte Kraft ist er neben seiner beruflichen Tätigkeit als Vorsitzender der Mitarbeitervertretung in Pappenheim tätig. Der 38-Jährige mag die abwechslungsreiche Tätigkeit in der Zusammenarbeit mit alten und pflegebedürftigen Menschen: „Man weiß nie genau, was einem erwartet - doch genau das macht den Beruf des Altenpflegers so spannend.“

Theresa Gruber ist bereits Sozialbetreuerin. Die 18-Jährige ist eine der jüngeren Auszubildenden, die dieses Jahr den Schritt in die Altenpflege gemacht haben. „Menschen müssen mit ihren Fähigkeiten gefördert werden. Nur so ist ein Altern in Würde möglich“. Dieses Motto ist ihr wichtig. Von der Ausbildung erhofft sie sich dazu vor allem Hintergrundwissen, um Zusammenhänge und spezielle Verhaltensweisen von zum Beispiel demenziell Erkrankten Menschen besser verstehen zu können.

Vier kurze Einblicke, vier kurze Portraits, die hier stellvertretend für die Vielfalt der neuen Schülerinnen und Schüler an der Schule stehen. Wir wünschen allen einen guten Start!

Von: Johannes Mahlmann

(v.li.): Jasmin Strobel, Sebastian Städler, Jaqueline Neumann und Theresa Gruber. Foto: Johannes Mahlmann